Johann-Philipp-Palm-Preis 2016

Eine Rede anlässlich der Verleihung, von Hubert Spiegel (FAZ)

Wer bestimmt eigentlich, welche Wörter in ein Wörterbuch aufgenommen werden und welche nicht? Das ist, historisch betrachtet, Aufgabe der Wörterbuchredaktionen. Aber wer hat die Wörterbuchredaktionen inthronisiert, wer erteilte den Auftrag, wer gab ihnen die Macht, woher beziehen sie ihre Legitimität? (Foto: oh) Weiterlesen.

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Akademiker für den Frieden (Türkei): Laudatio von Christiane Schlötzer (SZ)

Tausende Verhaftungen, Entlassungen, Gerichtsprozesse, Enteignungen, wer zählt sie noch? Akademiker, Journalisten, Unternehmer, Offiziere, Richter, Lehrer, Gouverneure, Hochschulrektoren, Abgeordnete, die Vorsitzenden der mehrheitlich kurdischen HDP, die eigentlich eine Bündnispartei ist, der auch Sozialisten, Feministinnen und Umweltaktivisten angehören. Betroffen sind mehr als 120 000 Menschen und ihre Familien, Angehörige, deren Pässe ungültig gemacht wurden, Kinder, die von Schulen verwiesen wurden. Wer kennt noch all ihre Namen? Ihr Vergehen: Gegnerschaft oder auch nur vermeintliche Gegnerschaft zu einem Mann, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. 2016 ist das Horrorjahr der Türkei. Weiterlesen.

Gute Nachrichten aus einem schwarzen Jahr 2016

Newsroom der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Frankfurt am Main am 18.08.2011.

Newsroom der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes.

 

Von Christiane Schlötzer und Carl Wilhelm Macke

Das Jahr 2017 könnte ein schwarzes Jahr für den Journalismus werden… In der Türkei waren zu Beginn des neuen Jahres 149 Journalisten und Medienschaffende in Haft (nach einer Auflistung der türkischen Medienplattform P 24, die u.a. auch Verleger mitrechnet). Das Committee to Protect Journalists (CPJ) in New York zählte zuletzt 81 inhaftierte türkische Journalisten. Schon 2016 hat JhJ begonnen, mehrere türkische Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien an verschiedenen Orten zu unterstützen.

Wir werden dies auch weiterhin tun. JhJ hat 2016 auch Hilfen an Journalisten und ihre Angehörigen aus zahlreichen anderen Ländern geleistet, sie kamen unter anderem aus Somalia, Burundi und Uganda, aus Syrienund Pakistan, Jemen, Usbekistan, Iran.Es gab auch immer wieder „gute“ Nachrichten im vergangenen Jahr: So konnten zum Beispiel der pakistanische Kollege Tahir Yousaf, seine beiden Kinder und seine Frau, die von uns seit dreieinhalb Jahren in der Türkei betreut wurden, wo sie als Flüchtlinge lebten, endlich in die USA ausreisen und ein neues Leben beginnen. Eine iranische Kollegin, ebenfalls in der Türkei als Flüchtling von uns begleitet, durfte nach langen Mühen offiziell nach Kanada umsiedeln.

Wir haben in vielen Fällen Hilfe zum alltäglichen Überleben geleistet, medizinisch notwendige Behandlungen bezahlt, Menschen, die ins Exil gezwungen wurden, beigestanden und – nicht minder wichtig – Kolleginnen und Kollegen, wo das ging, journalistische Arbeitsmöglichkeiten verschafft.

Zudem hat JhJ sein internationales Netzwerk noch enger im Sinne einer ‚Civil Globalization’ geknüpft, dabei auch die Zusammenarbeit mit ‚Reporter ohne Grenzen’ vertieft, und wieder viele, kleine und große Spenden erhalten, ohne die wir unsere ehrenamtliche Vereinsarbeit nicht fortsetzen könnten. Wir danken allen unseren Spendern und Vereinsmitgliedern und wir bitten Sie und Euch, uns auch weiterhin zu unterstützen.

Changing lanes

By Meera Jamal

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Looking at the colourful display of my cakes, that represent beauty, colours, creativity and my passion for them, people who have known me from my journalist days, always ask, “But what about journalism?“. My answer that, “I am happy making cakes“, never seems to satisfy them. They would then go on explaining how well I use to write and how well-appreciated my articles were.

The truth is, making cakes is my escape from the reality around me. It kind of satisfy my innate wish to make things look beautiful, pleasant and appealing — something, that I never achieved working as a journalist. I now help people celebrate their happiness, something, that I hardly did while being a journalist. Read full article. Foto: Privat.

18 Jahre Haft für äthiopischen Journalisten

Der Journalist Eskinder Nega wurde im September 2011 festgenommen, nachdem er regierungskritische Artikel geschrieben hatte, in denen er den Schutz der Meinungs- und Vereinigungsfreiheit forderte. Im Juni 2012 wurde er wegen terroristischer Straftaten schuldig gesprochen und einen Monat später zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.

Eskinder Nega ist den äthiopischen Behörden schon lange ein Dorn im Auge. Er wurde bereits acht Mal aufgrund seiner Arbeit als Journalist festgenommen und strafrechtlich verfolgt. Sowohl Eskinder Nega als auch seine Ehefrau Serkalem Fasil, die ebenfalls Journalistin ist, waren zwischen 2005 und 2007 inhaftiert. Serkalem Fasil brachte im Gefängnis ihren Sohn Nafkot zur Welt . . . Weiterlesen.

Singen mit dem Feind

Hass, Unwissen, Korruption und Machthunger vergiften seit Jahrzehnten die Atmosphäre zwischen Kongolesen und Ruandern. Die beiden Nachbarländer haben zahlreiche Kriege geführt. Ethnische Hetze, Falschinformation und Manipulation der Bevölkerung sind allgegenwärtig. Viele Medien in der Region verstärken die Zwietracht statt objektiv aufzuklären. Sie werden so Teil des Problems. Vier junge Reporter und Artisten wollen nun gegensteuern. Fiston Muhindo, Arsène Arky, Maxime Rindiro und Yves Nkuyemuruge haben mit finanzieller Unterstützung der deutschen Botschaft in Kinshasa ein Musikvideo gedreht (siehe Link). In dem Song „Afrika steh‘ auf“ rufen sie zur Versöhnung der beiden Völker auf und ermuntern ihre jungen Landsleute, eine friedliche Gesellschaft zu schaffen. weiterlesen

Zwei Freunde, die uns wichtig bleiben

Von Roman Arens

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Wie in diesem Frühjahr viele Flüchtlinge auf ihrem Weg aus Krieg und Not gestoppt wurden, so mussten auch einst die vor Saddam Hussein in die Türkei geflohenen Kurden wie hunderttausende Leidensgenossen in Schlamm und Kälte ausharren. Sie wurden mit Waffengewalt daran gehindert, aus den schneebedeckten Bergen ins sichere, wärmere Tal abzusteigen. Das Foto hier oben (Privatarchiv Christiane Schlötzer) ist 25 Jahre alt.  weiterlesen

Right at the middle of the scene

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By Tongam Rina

Many people wonder why journalists expose themselves to danger by reporting from war zones or places and situations regarded as difficult. Foolhardy perhaps, but when a truth has to be told, it better be told, even in the face of danger.Most journalists are aware of the dangers that they may have to face while discharging their duties, more so in conflict areas, but still that is not a deterrent. They better be there, at times a little scared or intimidated perhaps, but right at the middle of the scene, where things are unfolding.In many newsrooms across the world, editors and journalists often have verbal duels about assignments from not too safe places. It’s normal for editors to give way to sulking journalists, who refuse to be armchair journalists.  weiterlesen

Angekommen in Hamburg

Nach Monaten auf der Flucht ist Ines Lydie Gakiza wohlbehalten in Hamburg angekommen. Die 29jährige Radiojournalistin aus Burundi musste angesichts der zunehmenden Gewalt und Repression ihre Heimat verlassen. Sie wird auf Einladung der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und mit Unterstützung von JhJ  ein Jahr in der Freien und Hansestadt leben (Foto: HH Stiftung)

Ines Gakiza