Ein Europäer – Erinnerung an Predrag Matvejevic‘

Von Nenad Popović

<img class=“alignnone wp-image-661 size-full“ src=“http://journalistenhelfen.org/wp-content/uploads/2016/01/predrag-matvejevic.png“ alt=“predrag matvejevic“ width=“320″ height=“320″ />

Am 2. Februar 2017 starb in Zagreb der Schriftsteller Predrag Matvejevic‘. Zwischen Matvejevic‘ und dem Verein „Journalisten helfen Journalisten“ gab es in den letzten Jahren nur noch wenige Kontakte. Er war auch kein Journalist, dem man helfen musste. Er selbst aber gab JhJ immer wieder Hinweise auf Journalisten  rund um den Mittelmeerraum, denen man helfen sollte.  Für die Journalistinnen und Journalisten, denen JhJ in den Jahren der Kriege auf dem Territorium des ehemaligen Jugoslawien half, war Matvejevic‘ immer eine wichtige intellektuelle und ihnen persönlich nahestehende Figur. Einer von ihnen, der kroatische Verleger Nenad Popovic‘, hielt anlässlich einer Trauerfeier für Matvejevic‘ in Zagreb eine Rede, die <a href=“http://journalistenhelfen.org/wp-content/uploads/2017/02/predrag-matvejevic.pdf“>hier in Auszügen wiedergegeben wird</a>. Foto: OH.

Neue Heimat

Von Korbinian Eisenberger

neue heimat

Eines Morgens kam Olaleye Akintola, ein geflüchteter Journalist aus Nigeria, in die Ebersberger Lokalredaktion der Süddeutschen Zeitung, stellte sich vor und sagte, er würde gerne für die SZ schreiben. Aus seinem Besuch entstand die wöchentliche SZ-Kolumne „Neue Heimat“. Sie soll geflüchteten Autoren und den Lesern der SZ eine neue Perspektive bieten. Weiterlesen. Foto: Peter Hinz-Rosin, SZ (Olaleye Akintola (r.) im Gespräch mit Walter Brilmayer).

 

Johann-Philipp-Palm-Preis 2016

Eine Rede anlässlich der Verleihung, von Hubert Spiegel (FAZ)

Wer bestimmt eigentlich, welche Wörter in ein Wörterbuch aufgenommen werden und welche nicht? Das ist, historisch betrachtet, Aufgabe der Wörterbuchredaktionen. Aber wer hat die Wörterbuchredaktionen inthronisiert, wer erteilte den Auftrag, wer gab ihnen die Macht, woher beziehen sie ihre Legitimität? (Foto: oh) Weiterlesen.

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Akademiker für den Frieden (Türkei): Laudatio von Christiane Schlötzer (SZ)

Tausende Verhaftungen, Entlassungen, Gerichtsprozesse, Enteignungen, wer zählt sie noch? Akademiker, Journalisten, Unternehmer, Offiziere, Richter, Lehrer, Gouverneure, Hochschulrektoren, Abgeordnete, die Vorsitzenden der mehrheitlich kurdischen HDP, die eigentlich eine Bündnispartei ist, der auch Sozialisten, Feministinnen und Umweltaktivisten angehören. Betroffen sind mehr als 120 000 Menschen und ihre Familien, Angehörige, deren Pässe ungültig gemacht wurden, Kinder, die von Schulen verwiesen wurden. Wer kennt noch all ihre Namen? Ihr Vergehen: Gegnerschaft oder auch nur vermeintliche Gegnerschaft zu einem Mann, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. 2016 ist das Horrorjahr der Türkei. Weiterlesen.

Gute Nachrichten aus einem schwarzen Jahr 2016

Newsroom der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Frankfurt am Main am 18.08.2011.

Newsroom der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes.

 

Von Christiane Schlötzer und Carl Wilhelm Macke

Das Jahr 2017 könnte ein schwarzes Jahr für den Journalismus werden… In der Türkei waren zu Beginn des neuen Jahres 149 Journalisten und Medienschaffende in Haft (nach einer Auflistung der türkischen Medienplattform P 24, die u.a. auch Verleger mitrechnet). Das Committee to Protect Journalists (CPJ) in New York zählte zuletzt 81 inhaftierte türkische Journalisten. Schon 2016 hat JhJ begonnen, mehrere türkische Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien an verschiedenen Orten zu unterstützen.

Wir werden dies auch weiterhin tun. JhJ hat 2016 auch Hilfen an Journalisten und ihre Angehörigen aus zahlreichen anderen Ländern geleistet, sie kamen unter anderem aus Somalia, Burundi und Uganda, aus Syrienund Pakistan, Jemen, Usbekistan, Iran.Es gab auch immer wieder „gute“ Nachrichten im vergangenen Jahr: So konnten zum Beispiel der pakistanische Kollege Tahir Yousaf, seine beiden Kinder und seine Frau, die von uns seit dreieinhalb Jahren in der Türkei betreut wurden, wo sie als Flüchtlinge lebten, endlich in die USA ausreisen und ein neues Leben beginnen. Eine iranische Kollegin, ebenfalls in der Türkei als Flüchtling von uns begleitet, durfte nach langen Mühen offiziell nach Kanada umsiedeln.

Wir haben in vielen Fällen Hilfe zum alltäglichen Überleben geleistet, medizinisch notwendige Behandlungen bezahlt, Menschen, die ins Exil gezwungen wurden, beigestanden und – nicht minder wichtig – Kolleginnen und Kollegen, wo das ging, journalistische Arbeitsmöglichkeiten verschafft.

Zudem hat JhJ sein internationales Netzwerk noch enger im Sinne einer ‚Civil Globalization’ geknüpft, dabei auch die Zusammenarbeit mit ‚Reporter ohne Grenzen’ vertieft, und wieder viele, kleine und große Spenden erhalten, ohne die wir unsere ehrenamtliche Vereinsarbeit nicht fortsetzen könnten. Wir danken allen unseren Spendern und Vereinsmitgliedern und wir bitten Sie und Euch, uns auch weiterhin zu unterstützen.

Changing lanes

By Meera Jamal

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Looking at the colourful display of my cakes, that represent beauty, colours, creativity and my passion for them, people who have known me from my journalist days, always ask, “But what about journalism?“. My answer that, “I am happy making cakes“, never seems to satisfy them. They would then go on explaining how well I use to write and how well-appreciated my articles were.

The truth is, making cakes is my escape from the reality around me. It kind of satisfy my innate wish to make things look beautiful, pleasant and appealing — something, that I never achieved working as a journalist. I now help people celebrate their happiness, something, that I hardly did while being a journalist. Read full article. Foto: Privat.

18 Jahre Haft für äthiopischen Journalisten

Der Journalist Eskinder Nega wurde im September 2011 festgenommen, nachdem er regierungskritische Artikel geschrieben hatte, in denen er den Schutz der Meinungs- und Vereinigungsfreiheit forderte. Im Juni 2012 wurde er wegen terroristischer Straftaten schuldig gesprochen und einen Monat später zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt.

Eskinder Nega ist den äthiopischen Behörden schon lange ein Dorn im Auge. Er wurde bereits acht Mal aufgrund seiner Arbeit als Journalist festgenommen und strafrechtlich verfolgt. Sowohl Eskinder Nega als auch seine Ehefrau Serkalem Fasil, die ebenfalls Journalistin ist, waren zwischen 2005 und 2007 inhaftiert. Serkalem Fasil brachte im Gefängnis ihren Sohn Nafkot zur Welt . . . Weiterlesen.

Singen mit dem Feind

Hass, Unwissen, Korruption und Machthunger vergiften seit Jahrzehnten die Atmosphäre zwischen Kongolesen und Ruandern. Die beiden Nachbarländer haben zahlreiche Kriege geführt. Ethnische Hetze, Falschinformation und Manipulation der Bevölkerung sind allgegenwärtig. Viele Medien in der Region verstärken die Zwietracht statt objektiv aufzuklären. Sie werden so Teil des Problems. Vier junge Reporter und Artisten wollen nun gegensteuern. Fiston Muhindo, Arsène Arky, Maxime Rindiro und Yves Nkuyemuruge haben mit finanzieller Unterstützung der deutschen Botschaft in Kinshasa ein Musikvideo gedreht (siehe Link). In dem Song „Afrika steh‘ auf“ rufen sie zur Versöhnung der beiden Völker auf und ermuntern ihre jungen Landsleute, eine friedliche Gesellschaft zu schaffen. weiterlesen

Zwei Freunde, die uns wichtig bleiben

Von Roman Arens

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Wie in diesem Frühjahr viele Flüchtlinge auf ihrem Weg aus Krieg und Not gestoppt wurden, so mussten auch einst die vor Saddam Hussein in die Türkei geflohenen Kurden wie hunderttausende Leidensgenossen in Schlamm und Kälte ausharren. Sie wurden mit Waffengewalt daran gehindert, aus den schneebedeckten Bergen ins sichere, wärmere Tal abzusteigen. Das Foto hier oben (Privatarchiv Christiane Schlötzer) ist 25 Jahre alt.  weiterlesen