Gute Nachrichten aus einem schwarzen Jahr 2016

Newsroom der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd) in Frankfurt am Main am 18.08.2011.

Newsroom der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes.

 

Von Christiane Schlötzer und Carl Wilhelm Macke

Das Jahr 2017 könnte ein schwarzes Jahr für den Journalismus werden… In der Türkei waren zu Beginn des neuen Jahres 149 Journalisten und Medienschaffende in Haft (nach einer Auflistung der türkischen Medienplattform P 24, die u.a. auch Verleger mitrechnet). Das Committee to Protect Journalists (CPJ) in New York zählte zuletzt 81 inhaftierte türkische Journalisten. Schon 2016 hat JhJ begonnen, mehrere türkische Kolleginnen und Kollegen und ihre Familien an verschiedenen Orten zu unterstützen.

Wir werden dies auch weiterhin tun. JhJ hat 2016 auch Hilfen an Journalisten und ihre Angehörigen aus zahlreichen anderen Ländern geleistet, sie kamen unter anderem aus Somalia, Burundi und Uganda, aus Syrienund Pakistan, Jemen, Usbekistan, Iran.Es gab auch immer wieder „gute“ Nachrichten im vergangenen Jahr: So konnten zum Beispiel der pakistanische Kollege Tahir Yousaf, seine beiden Kinder und seine Frau, die von uns seit dreieinhalb Jahren in der Türkei betreut wurden, wo sie als Flüchtlinge lebten, endlich in die USA ausreisen und ein neues Leben beginnen. Eine iranische Kollegin, ebenfalls in der Türkei als Flüchtling von uns begleitet, durfte nach langen Mühen offiziell nach Kanada umsiedeln.

Wir haben in vielen Fällen Hilfe zum alltäglichen Überleben geleistet, medizinisch notwendige Behandlungen bezahlt, Menschen, die ins Exil gezwungen wurden, beigestanden und – nicht minder wichtig – Kolleginnen und Kollegen, wo das ging, journalistische Arbeitsmöglichkeiten verschafft.

Zudem hat JhJ sein internationales Netzwerk noch enger im Sinne einer ‚Civil Globalization’ geknüpft, dabei auch die Zusammenarbeit mit ‚Reporter ohne Grenzen’ vertieft, und wieder viele, kleine und große Spenden erhalten, ohne die wir unsere ehrenamtliche Vereinsarbeit nicht fortsetzen könnten. Wir danken allen unseren Spendern und Vereinsmitgliedern und wir bitten Sie und Euch, uns auch weiterhin zu unterstützen.